Demo in Stuttgart 28.1.2020 – „Tigraner aus Äthiopien für Frieden“

Demo in Stuttgart 28.1.2020; Bild: MSR
Demo in Stuttgart 28.1.2020; Bild: MSR

Ein Bericht zur Veranstaltung am 28.01.2021 in Stuttgart.

Trotz widriger Wettereinflüssen versammelten sich knapp 100 Teilnehmer bei der Demonstration am Schlossplatz, um auf das Schicksal der Äthiopier aufmerksam zu machen. Im Gegensatz zu Demos von Grundgesetzbefürwortern konnte man keine Hundertschaften der Polizei sehen oder gar städtische Bedienstete sehen, die Abstandseinhaltung etc. beaufsichtigten.

Die Demo wollte auf die Vergewaltigung von Kindern und jungen Frauen und auf unzählige Kindermorde und weitere Menschensrechtsverletzungen in Äthopien aufmerksam machen. Auch wurde der kriegerische Einmarsch von Truppen aus Eritrea aufs Schärfste verurteilt. Tigray ist bereits seit seit 3 Monaten weitgehend von Strom, Telefon, Internet und Wasser abgeschnitten.

Hilfslieferungen kommen nur bis Mekkele, das Umland wird weiterhin von Soldaten kontrolliert. Eine Hungerkatastrophe kündigt sich an. Die Vertreibung und Vernichtung von Menschen, die als Tigraner bezeichnet werden, kann schon als Genozid an diesen gewertet werden.

Wie wir helfen können, wurde bei der Demonstration nicht konkretisiert, die Demo war vielmehr ein Aufruf an die Medien, darüber zu berichten.