Duisburg: Niederrhein Therme erlaubt wieder knappe Bikinis – Verbot kam von „Mitarbeitern“

Symbolbild Bikini; Foto: © korrekter.com
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Das Verbot von zu knapper Badebekleidung im Revierpark Mattlerbusch (korrekter berichtete) brandete in einer Empörungswelle in den sozialen Netzwerken. Es sollte züchtig geschwommen werden? Es wurde eifrig diskutiert, wann ist ein Bikini zu knapp? Wer entscheidet das? In der vergangenen Woche waren in den Thermen in Duisburg Hinweisschilder angebracht worden, die darauf hinwiesen, dass unzureichende Badekleidung (String-Tangas, Brazilian Bikinis etc.) im Schwimmbad verboten sind. Jetzt stellte der Geschäftsführer klar, dass die Hinweisschilder von „Mitarbeitern“ ohne sein Wissen aufgestellt wurden.

Geschäftsführer der Freizeit Metropole Ruhr, Jürgen Hecht (50), ruderte zurück und sagte, dass es natürlich kein Verbot für Bikinis in der Niederrheintherme gibt. Gleichzeitig erwähnte er, dass er die Hinweisschilder am Mittwoch entfernen ließ. Er erklärte gegenüber der WAZ, dass die Badeordnung lediglich fordere, dass der Schambereich eines Badegastes im Nicht-FKK-Bereich bedeckt sein müsse. „Dies bedeutet definitiv kein Verbot für Bikinis, Tankinis oder Ähnliches.“ Eine spärliche Badekleidung sei heute Bestandteil des Modespektrums, die teilweise in den hauseigenen Shops selber zum Verkauf angeboten würden.

Weiter infomierte Hecht, dass es wohl Mitarbeiter waren, die mit den Schildern „übers Ziel hinaus geschossen“ seien. Ihm sei nicht bekannt, dass jemand zuvor Kritik an zu knappen Badehöschen im Bad geäußert habe. Einen Tag zuvor hatte eine Sprecherin des Bads noch von Beschwerden – vor allem durch Familien mit Kinder und größere Besuchergruppen – berichtet.

Das Bad, das 4 km Luftlinie von Duisburg Marxloh entfernt ist, gehört mit über 300.000 Besuchern jährlich zu den größten Wellness-Anlagen Deutschlands.