Geschichtlicher Abriss über Armenien und den Islam

Armenien und der Islam; Foto: © korrekter.com
Armenien und der Islam; Foto: © korrekter.com

Im Netz entdeckt von Daniel Heiniger

Um die 3000 Jahre leben im Kaukasus und der Gegend Anatoliens rund um den Vansee die Völker, die man heute Armenier, Aramäer und – weiter südlich – Assyrer nennt.

Von den beiden letztgenannten haben die osmanischen Türken wenig übrig gelassen. Mit den Armeniern hat man ebenfalls mehrfach den Versuch unternommen. Der Völkermord im Ersten Weltkrieg war dabei der Höhepunkt – ein Endpunkt war es nicht.

Doch greifen wir nicht vor. Es gibt verschiedene Thesen zum Ursprung des armenischen Volkes, dessen Genetik derer der Griechen ähnlicher ist, als – zum Beispiel die der serbischen Nachbarn. Herodot berichtet, dass ein Volksstamm namens Armenoii aus Phrygien an den Ararat und den Vansee gewandert sei – die Forschung sieht das als wahrscheinlich an, die Mythologie schreibt einen Helden „Armenos“ der Argonautensage zu, der erster König des Landes wurde.

Sicher ist, dass nach Alexander aus dem Gebiet eine Provinz des Hellenismus wurde und alle drei vorgenannten Völker hellenisiert wurden, was sich auch unter römischer Herrschaft erhielt, obwohl Griechisch zwar lingua franca, aber nicht Volkssprache wurde. Andernfalls Christus nicht aramäisch, sondern griechisch gesprochen hätte – was er vielleicht tat, aber als Fremdsprache.

Die Völker dieser Gegend sind verwandt und sie wurden die ersten Christen. Tatsächlich war Armenien die erste Nation mit dem Christentum als Staatsreligion, bereits zu Anfang des 2. Jahrhunderts – 200 Jahre vor (Ost-)Rom.

Wenn man von urchristlichem Land spricht, muss man Syrien, Ostanatolien und den Südkaukasus meinen, obschon die ersten großen Gemeinden mit Einfluss in Kleinasien, also der heutigen „Türkei“ und auf dem Südbalkan lagen: Thessaloniki etwa, aber auch Burgas und Korinth.

Während die Aramäer (oder jedenfalls der geringe Rest, der die Verfolgung durch Atatürk 1919 überlebt hat) dem Ritus der griechischen Kirche Antiocheias folgen, ist der armenisch-orthodoxe Ritus zwar ähnlich, aber deutlich unterscheidbar und noch sehr viel strenger in seiner Weltsicht, die göttliche Natur des Menschen betreffend – der Hermeneutik Konstantinopels folgte man, bewahrte aber Eigenständigkeit, obwohl man sogar eine Kaiserdynastie stellte, die sogenannten „Armenier-Kaiser“.

In 3000 Jahren gemeinsamer Geschichte gab es zwischen Armeniern und Griechen nur den einen Konflikt, wer das Heilige Grab hüten darf, nachdem die Türken mit dieser Ehre die Konfessionen spalteten, als die Kreuzfahrer abziehen mussten. Nie ein Krieg zwischen den Nachbarn, die eigentlich ein Brudervolk sind, wenngleich hauptsächlich genetisch, weniger kulturell und kaum sprachlich.

Noch weniger Einfluss sollte der Sprache der Türken zuteil werden. Wenn von der Gegend, um die nun wieder Krieg geführt wird, gesprochen wird, sagt man in Deutschland Nagorno-Karabach, oder Bergkarabach. Das sind türkische Worte, übersetzt „Berg des schwarzen Gartens“. Eigentlich heisst das Gebiet Artsakh. Und es ist so Symbolträchtig wie für die Serben das Amselfeld des Kosovo, welches die verbecherische EU dem Islam überlassen hat und das nun eine albanische Kloake ist.

Bis in den Kaukasus reicht aber weder der Arm Brüssels, noch der Washingtons. Und so schaffte nicht mal der Massenmörder Stalin in seinem Hass auf das Christentum die Vertreibung der Armenier aus der Gegend, obwohl ihm die Türken Aserbeidschans liebere und gefügigere Untertanen waren.

Die kamen, wie alle Türken, im 10./11. Jahrhundert aus den Steppen Kasachstans in die Gegend, erklärten sich am Kaspischen Meer zu den neuen Herren und begannen zu rauben und zu morden – [email protected] tötet. Immer.

Wenn Erdogan von den Azeren als Angehörigen der gleichen Nation in zwei Staaten spricht, stimmt das.…zum Teil. Die Türken der Türkei sind meist islamisierte Griechen, der feigere Teil, die lieber ihren Kopf behalten wollten statt ihren Glauben an Christus. Die Azeren sind echtere Türken, sehen auch mongolischer aus, als ihre Verwandten Kleinasiens.

Die Armenier konnten sich bewahren, waren aber quasi ständig unter Druck, im osmanischen Reich stellten sie als Kaufleute und Handwerker die Mittelschicht – bis ins 20. Jahrhundert.

1921, nach dem Genozid durch Atatürks Türkei, half Lenin den Türken im Krieg gegen die Griechen und sein Handlanger Stalin setzte die Armenier Repressalien aus. Der Sozialismus hasste das Christentum schon immer mehr als den Kapitalisten, den er ausnehmen kann…

Als 1989/1990 die Sowjetunion zerfiel, wollten die 150.000 christlichen Einwohner Artsakhs zum neugegründeten armenischen Staat, was Aserbeidschan zu verhindern suchte. Die Armenier schlugen das eingedrungene Turkvolk, auf Wikipedia lautet der Eintrag, dass Armenien das azerische Gebiet besetzt hält.

Das sieht man in Ankara und Baku ähnlich und jetzt hat man Armenien angegriffen…

Der übliche Mist: urchristliches Land, von Möslüs beansprucht und von Sozen legitimiert.

Da darf weder Erdolf noch Mörkül fehlen.

Ich plädiere offen dafür, dass GR seine Schwestern und Brüder, sowie sich selber, durch einen Präventivschlag und den Vormarsch auf Konstantinopel schützt.

Anders ist dem Mist nicht mehr beizukommen.

Der Autor ist Grieche und möchte anonym bleiben.

Dieser Artikel erschien zuerst hier.