„Ich bin stolz, ein MOHR zu sein“ – Andrew Onuegbu widerspricht in der RASSISMUS-Debatte

Andrew Onuegbu betreibt in Kiel das Restaurant "Zum Mohrenkopf"; Foto: Screenshot Youtube
Andrew Onuegbu betreibt in Kiel das Restaurant "Zum Mohrenkopf"; Foto: Screenshot Youtube

Andrew Onuegbu, Schwarzer mit nigerianischer Herkunft, betreibt in Kiel das Restaurant „Zum Mohrenkopf“ – und er denkt nicht daran, den Namen zu ändern. Im Gegenteil: „Ich bin stolz, ein Mohr zu sein.“ Eine andere Stimme in der derzeit laufenden Rassismus-Debatte.

Das komplette Gespräch (48 Min) finden Sie hier.

Onuegbu ist Besitzer eines Restaurants mit dem Namen Zum Mohrenkopf. Er weigert sich, sein Lokal umzubennen. „Ich brauche keine Weißen, die mir sagen, wann meine Gefühle verletzt sind“, so der Mann.

Der Name sei historisch bedingt. „Mohrenkopf ist im Mittelalter in Deutschland positiv besetzt“, erklärt Onuegbu. „Das war eine Auszeichnung für gute Küche, weil damals gab es noch keine Sterne wie heute.“ Auf der Homepage seines Restaurants heißt es dazu: „Der Mohrenkopf wies im Mittelalter diejenigen Häuser aus, die als Fürstenherberge dienten. Außerdem galt er als besonderes Zeichen für eine hervorragende Küche und eine zuvorkommende Bewirtung.“ An diese Tradition wolle Andrew Onuegbu anknüpfen.