Islamist enthauptet Lehrer in Frankreich – Kein Aufschrei

Ein Franzose fordert als Erinnerung an Samuel Paty mehr Unterstützung für Lehrer, für die Freiheit und gegen den Terror; Foto: © korrekter.com
Ein Franzose fordert als Erinnerung an Samuel Paty mehr Unterstützung für Lehrer, für die Freiheit und gegen den Terror; Foto: © korrekter.com
Ein Franzose fordert als Erinnerung an Samuel Paty mehr Unterstützung für Lehrer, für die Freiheit und gegen den Terror umgehen; Foto: © korrekter.com
Ein Franzose fordert als Erinnerung an Samuel Paty mehr Unterstützung für Lehrer, für die Freiheit und gegen den Terror; Foto: © korrekter.com

Nach der grausamen Enthauptung eines Geschichtslehrers in Frankreich werden nun immer mehr Details über die barbarische Tat bekannt. Pädagoge Samuel Paty hatte im Unterricht Mohammed-Karikaturen gezeigt, um eine Diskussion über Freiheitswerte und die Freiheit der Meinung anzuregen. Folglich wurde der mutige Lehrer mit dem Tode bedroht. Zunächst wurde im Internet über ihn gehetzt, dann beschwerte sich ein muslimischer Vater, der offenbar von der radikalislamischen Muslimbruderschaft beeinflusst wird.

Forderung, den Lehrer wegen Zeigens von Karikaturen zu entlassen

Abdelhakim Sefrioui ist als islamischer Prediger in Frankreich sehr aktiv und ist Mitglied des französischen Imamrates und einer der neun Personen, die nach der Enthauptung des Geschichtsprofessors Samuel Paty festgenommen wurden. Sefrioui hatte am 8. Oktober 2020 den Vater eines Schülers zum Schulleiter der Schule von Bois d’Aulne in Conflans-Saint-Honorine begleitet und den Ausschluss des Lehrers aus der Schule verlangt, weil dieser Karikaturen des islamischen Propheten Mohammed im Unterricht gezeigt hatte.

Sefrioui hatte im Namen des französischen Imamrates den enthaupteten Professor wenige Tage vor dem Attentat als „Verbrecher“ bezeichnet und eine Fatwa gegen ihn ausgestellt, die dann zu seiner Enthauptung führte.

Es gab eine Fatwa „französischer“ Imame gegen den enthaupteten Professor

Dann schritt ein fanatischer Anhänger des Korans zur Tat, lauerte dem Familienvater in einem Pariser Vorort auf und enthauptete ihn mit einem 30 Zentimeter langen Messer auf offener Straße am hellichten Tag. Direkt nach der Tat postete er das Bild des abgetrennten Kopfes auf Twitter und brüstete sich damit, einen Ungläubigen bestraft zu haben. Der Täter, Abdullah A., tschetschenischer Herkunft, der seit dem Frühjahr als Flüchtling in Frankreich lebt, war zuvor nicht in das Radar der Behörden geraten und verhielt sich bis zu dem feigen Terroranschlag unauffällig.

Ein Bericht des Magazins „Tichys Einblick“ zitiert aus einem Brief eines Lehrerkollegen von Samuel P., wonach der Geschichtslehrer seinen Vorgesetzten von den Morddrohungen gegen ihn berichtete. Einige sollen ihn zum Stillhalten aufgefordert haben, während andere Lehrerkollegen sich sogar mit den über die Karikaturen empörten Moslems solidarisierten und Details aus dem Privatleben des Lehrers herausgaben.

Jetzt unterbleibt der Aufschrei. All jene, die über Monate hinweg vor angeblichen „Hetzjagden“ warnten, sind jetzt verstummt. Auch die, die sonst immer von der Bedrohung der Demokratie reden und dabei immer nur ̷R̷e̷c̷h̷t̷s̷e̷x̷t̷r̷e̷m̷i̷s̷t̷e̷n̷ Andersdenkende meinen, schweigen sich aus. Es finden auch keine Veranstaltungen statt, wo Mohammed-Karikaturen aus Solidarität gezeigt werden. Twitter löscht aktuell sogar eifrig alle Bilder, die Mohammed darstellen sollen.

Indes hat Frankreichs Innenminister die Ausweisung von weiteren 231 „mutmaßlichen“ Islamisten angeordnet.

Heiko Maas hingegen hielt es dagegen nicht einmal für nötig zu erwähnen, dass der Terror von einem Islamisten verübt wurde.