Kontrolle aus der Luft: NRW setzt Drohnen ein

Bürger in Ohio reagierten verstimmt auf Überwachung aus der Luft; Foto: © korrekter.com
Bürger in Ohio reagierten verstimmt auf Überwachung aus der Luft; Foto: © korrekter.com
Bürger in Ohio reagierten verstimmt auf Überwachung aus der Luft; Foto: © korrekter.com
Bürger in Ohio reagierten verstimmt auf Überwachung aus der Luft; Foto: © korrekter.com

Ab 2021 plant die Polizei NRW 106 Drohnen zur Kriminalitätsbekämpfung einzusetzen. Der Bund der Kriminalbeamten warnt derweil vor einem Überwachungsstaat.

Die Landesregierung teilte am Montag, 12.10.2020, in Düsseldorf mit, dass etwa eine Million Euro für die Kontrollmechanismen aus der Luft ausgegeben werden sollen. Die Luft-Überwachung soll dabei helfen, die Arbeit der Polizei an vielen Stellen einfacher zu machen, „gerade, wenn es um die Verfolgung von Tätern, die Aufklärung und Beweissicherung von Straftaten oder die Aufnahme von Verkehrsunfällen geht“, sagte Innenminister Herbert Reul (CDU). Die Drohnen sollen u.a. bei Vermessungen von Tatorten helfen. Ebenso soll die Verkehrspolizei damit ausgestattet werden.

Drohnen kamen in der Corona-Zeit schon einmal in Düsseldorf und Dortmund zum Einsatz, wo überwacht wurde, ob sich entgegen der strengen Corona-Einschränkungen größere Gruppen von Menschen unerlaubt versammeln. Er habe sich bei den „Corona-Überwachungsmaßnahmen“ in Düsseldorf und Dortmund „unwohl“ gefühlt, sagte Sebastian Fiedler vom Bund deutscher Kriminalbeamter (BDK).

Niemand hat die Absicht, Drohnen bei Demonstrationen einzusetzen.

Der WDR fragte nach, ob geplant ist, die Drohnen auch bei Demonstrationen einzusetzen, woraufhin Reul ausweichend meinte: „Es kommt immer auf die Situation an.“ (om)