Mehr als meine Daten – von der Quantifizierung des Sozialen

Mehr als meine Daten - von der Quantifizierung des Sozialen

War es wirklich schon immer so, dass sich Menschen gemessen haben? Dass sie wissen wollten, ob sie schlechter oder besser sind, als andere? Größer oder kleiner? Klüger oder dümmer? Einer, der sich mit den Auswüchsen des Statuswettbewerbs und mit der Macht der Zahl auseinandersetzt, ist der Makrosoziologe Prof. Steffen Mau, der an der Humboldt-Universität zu Berlin lehrt. „Über die Quantifizierung des Sozialen“ lautet der Untertitel seines 2017 erschienenen Buches, darin beschreibt er, wie das ständige Erfassen unserer Daten uns selbst zu Numerokraten erzieht. Und genau diese „Quantifizierung des Sozialen“ hätte „das Potential, ein neues Regime von Ungleichheit hervorzubringen“. Eva Schmidt hat sich mit ihm darüber unterhalten. Sein Buch: „Das metrische Wir – über die Quantifizierung des Sozialen“ ist bei edition suhrkamp erschienen, hat 307 Seiten und kostet: 18 € 50. Foto: Marten Körner